Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur prägen die politischen Problemwahrnehmungen der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt stärker als Migration. Gleichzeitig zeigt sich ein erhebliches parteipolitisches Bindungspotenzial. Zu diesen Ergebnissen kommt ein neues Policy Paper des Instituts für demokratische Kultur (IdK) der Hochschule Magdeburg-Stendal.

Grundlage der Analyse ist der Sachsen-Anhalt-Monitor 2025 mit 1.101 Befragten. Das Forschungsteam untersucht, welche politischen Probleme Bürgerinnen und Bürger als besonders drängend wahrnehmen und wie sich daraus unterschiedliche gesellschaftliche Konfliktlinien ableiten lassen.

Die Auswertung identifiziert vier Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Während die größten Gruppen vor allem wirtschaftliche Entwicklungen, Infrastruktur, Bildung und Gesundheit priorisieren, steht Migration lediglich für eine kleinere Bevölkerungsgruppe im Vordergrund. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass rund 35 Prozent der Befragten aktuell keine Parteibindung aufweisen. Darin sehen die Autorinnen und Autoren ein erhebliches Potenzial für den politischen Wettbewerb im Vorfeld der Landtagswahl 2026.

Das Policy Paper leistet damit einen empirischen Beitrag zur Diskussion über politische Repräsentation, gesellschaftliche Konfliktlinien und die Herausforderungen demokratischer Interessenvermittlung in Sachsen-Anhalt.

Weitere Informationen finden Sie in unserer Pressemitteilung.

Das vollständige Policy Paper steht hier zum Download bereit.